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Live Escape Game im Bergwerk Holzminden

16 Februar 2018, 1.895x angezeigt, Kein Kommentar
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Holzminden Bergwerk

Holzminden Bergwerk

Vergangenen Dienstag sind wir aus Stollen 1 im Bergwerk Holzminden ausgebrochen. Aus Bielefeld angereist, war die anderthalbstündige Anreise nach Holzminden im Weserbergland schon ein ganz schöner Ritt, die Anfahrt aber definitiv wert. Dazu später mehr. Kurz „nach“ dem offiziellem Spielbeginn um 20:00 Uhr sind wir auch endlich angekommen, wurden bereits von drei Gamemastern erwartet und freundlich begrüßt. Für alle, die mit dem Auto oder Bus anreisen gibt es direkt vor der ehemaligen Lagerhalle ausreichend große Parkplätze, sodass man direkt in der Empfangshalle ist. In der Halle haben wir das erste mal das Bergwerk-Feeling zu spüren bekommen. Rustikale, massive Holzmöbel und Metallgegenstände haben für eine passende Atmosphäre gesorgt. Nach einer kurzen Vorstellung und ersten Instruktionen zum Spielverlauf hat uns das Gamemaster-Team in die „Umkleide“ begleitet und uns das für den weiteren Spielverlauf nötige Equipment vorgestellt. Dazu zählten ein Helm, Handschuhe, ein Arschleder sowie Knieschoner. Nachfolgend können wir mit Gewissheit sagen, dass sämtliche Teile erforderlich und hilfreich waren. Vollständig ausgerüstet konnte es losgehen…

Story

Es ist ein nasskalter Nachmittag. Ihr seid am Bergwerk zu einer Besichtigung verabredet. Schon der Weg zum Stollen ist abenteuerlich. Es riecht muffig, ist dunkel, feucht und modrig. Sieht so aus, als ob die letzten Kumpel in den 70ern das Bergwerk verlassen haben.

Dann geht’s ins Bergwerk. Der Helm drückt. Die Enge macht euch zu schaffen. Gut, dass du nicht alleine bist. Plötzlich ein Knall! Dann Dunkelheit! Auf den Knall folgt die Stille…

Mit dieser Geschichte beginnt das Abenteuer. Wir sind in einem der beiden Stollen eingesperrt und Stecken im „Sprengraum“ fest. Mit neun Personen war es zu Beginn schon ein wenig voll, nachdem wir allerdings das erste Schloss öffnen und so in den weiteren Bereich des Stollen vordringen konnten, hat sich der anfängliche Haufen schnell auf die gesamte Fläche des verwinkelten Tunnels aufgeteilt. Nun hieß es, weitere Rätsel lösen und dabei die eingebauten Hindernisse im Bergwerk überwinden. Auf Gerüste klettern, eine Senke herunterrutschen, unter Falltüren, Schutt und Holzbarrieren herkriechen und in einem dunklen Nebenstollen verschwinden stand auf dem Programm.

Holzminden Bergwerk Einleitung

Holzminden Bergwerk Einleitung

Nach und nach haben wir alle notwendigen Elemente des Bergwerks finden können. Eine Vielzahl an Tauen, eine Taschenlampe und Grubentelefone. Gerade die Telefone sind für die Kommunikation „unter Tage“ unverzichtbar. Ohne dies geht es fast nicht! Im Stollen ist Teamarbeit gefordert und dauerhaft durch den verwinkelten Tunnel zu schreien, um den „Kumpel“ am anderen Ende zu erreichen, ist kein gutes Vorgehen. Die beiden Haupträumen sind telefonisch verbunden und erleichtern euch den Austausch ungemein.

Die eingebauten Rätselsysteme sind überwiegend mechanisch und auf eine große Gruppe ausgelegt. Dennoch könnt ihr die Stollen auch in kleinen Gruppen spielen. In diesem Fall haben die Spielleiter die Möglichkeit, einige Rätsel dementsprechend einzustellen. „Köpfchen“ wird normalerweise in jedem Exit Game vorausgesetzt. Im Bergwerk Holzminden kommt allerdings auch noch etwas körperliche Fitness hinzu. Aber auch diese Hindernisse sollten im Team kein Problem für euch darstellen. Falls ihr euch ein Spielelement mal doch nicht zutraut, dann gibt es immer die Option, durch einen Notausgang das Spielelement zu überspringen. Im Laufe unseres Ausbruchs haben wir Zahlenschlösser, Buchstabenschlösser und ein Drehschloss geknackt. Jedes geknackte Schloss brachte und einen Raum weiter bzw. hat uns dem erfolgreichen Entkommen aus dem Stollen einen Schritt näher gebracht.

Als wir das auch letzte Rätsel gelöst hatten, war uns das Ende nicht sofort ersichtlich. Wir dachten es würde noch weitergehen und wollten direkt in den nächsten Stollen vordringen um das nächste Rätsel anzugehen. Bis wir kurzerhand darauf hingewiesen wurden, dass wir uns bereits erfolgreich aus dem Stollen befreit haben :) Im Anschluss gab es in der Empfangshalle regionale Kaltgetränke, um die trockene Kehle zu befeuchten. So hatten wir die Chance, die letzte Stunde Revue passieren zu lassen und uns über das Erlebte auszutauschen.

Fazit

Alles in allem passte das Gesamtpaket im Bergwerk. Das Design und die Aufmachung des „Raums“ und dem gesamten Drumherum (Halle, Equipment) sind sehr authentisch und mit Liebe zum Detail aufbereitet. Die Tatsache, dass wir nach dem Exit Game aussahen wie Sau, hat der guten Stimmung keinen Abbruch getan. Und sind wir mal ehrlich: Wir wussten im Vorfeld dass wir durch den Dreck kriechen; und irgendwie macht es auch Spaß. Die Gänge des Bergwerks sind teilweise wirklich eng und beklemmend. Ein gut gemeinter Rat: Menschen mit Klaustrophobie sollten von diesem Spiel besser Abstand nehmen. Wer lediglich die klassischen Rätsel sucht, die in den meisten Fällen in Exit Game integriert werden, der ist hier vermutlich falsch aufgehoben. Wer ein Escape der etwas anderen Art sowie ein schönes Setting sucht, der wird sich auf diesem „Spielplatz“ richtig austoben können.

Den Stollen mit neun Personen zu spielen, war uns unserer Sicht schon fast das Maximum. Werden es deutlich mehr, empfehlen wir den zweiten Stollen hinzuzunehmen und bei einer Anzahl von 6-8 Spielern pro Stollen zu bleiben.

Habt ihr auch Lust auf der Bergwerk? Weitere Informationen findet ihr auf der Webseite bergwerk-holzminden.de. Und denkt frühzeitig daran: alte Klamotten sind nicht die schlechteste Idee ;)

Holzminden Bergwerk Abschluss

Holzminden Bergwerk Abschluss

Sven Scheffler Autor
Name: Sven Scheffler
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