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openHAB Raspberry Pi für Dauerbetrieb optimieren

8 Februar 2022, 1.483x angezeigt, 4 Kommentare
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Wie vor einigen Tagen geschrieben, läuft der openHAB Raspberry Pi inzwischen richtig gut. Da das System rund um die Uhr läuft, ist es an der Zeit ein wenig zu optimieren. Bzgl. des Stromverbrauchs, ärgere ich mich inzwischen ein wenig, dass ich nicht ein älteres Model gekauft habe. Die älteren Pi’s brauchen nicht so viel Leistung und hätten auch für openHABian ausgereicht. Nun habe ich aber ein paar andere Punkte gemacht, um den Betrieb in dem Raspberry Pi zu optimieren.

Stromverbrauch

An dem Raspberry Pi ist nur ein LAN Kabel und der Strom (via USB) angeschlossen. D.h. die anderen Hardware-Services können deaktiviert werden, sodass keine zusätzliche Energie verbraucht wird. Ich habe einige Blog-Posts gefunden, welche das thematisieren (z.B. hier). Somit habe ich folgende Befehle ausgeführt.

  • sudo tvservice -o; # deaktiviert Display services
  • sudo systemctl disable hciuart # deaktiviert Bluetooth services

Es gab auch Anpassungen an der Basis config des Raspberrys (siehe hier und hier). Zusätzlich habe ich mir einmal den Lüfter angeschaut. Über das „Systeminfo Binding“ von openHAB kann ich mir die CPU Temperatur anzeigen lassen. Innerhalb von 24 Stunden war dies bei ~32C° im Durchschnitt. Da dies nicht besonders hoch ist, habe ich den mitgelieferten Lüfter vom Board getrennt und benutze nun nur noch die passive Kühlung der kleinen Mini-Kühlkörper. Dadurch ist die Durchschnittstemperatur zwar auf ~54C° gestiegen, was aber komplett im Rahmen ist. Vorteil ist natürlich, dass der Raspberry Pi jetzt lautlos ist. Zusätzlich habe ich die erste Regel im openHAB angelegt, welche dies überwacht. Wenn die Temperatur über 65C° ist, wird eine Notifikation an mein Handy mit folgendem Skript geschickt (alle 15 Minuten geprüft)

var temperature;
var notifications = Java.type('org.openhab.io.openhabcloud.NotificationAction');
temperature = itemRegistry.getItem('Systeminfo_CPUTemperature').getState();
notifications.sendBroadcastNotification('Das openHAB läuft heiß. '+temperature+'C°','temperature_cold','warn');

Zusätzlich habe ich mich noch hier, hier und hier informiert. Dort habe ich auch noch den Tipp aufgenommen, den Pi NICHT liegend zu betreiben. Unten seht ihr den CPU Temperatur Graph von ca. 24h. In der Mitte der Zeit habe ich den flachliegenden Pi einfach auf die Kante gestellt (die Seite mit den Pins bzw. dem Netzwerkanschluss). Als Ergebnis ist er direkt wieder 3-4C° kühler im Betrieb :)

CPU Temperatur vom Raspberry 50 % liegend & 50 % stehend

Sicherheit

Zusätzlich habe ich mich ein wenig mit der Sicherheit beschäftigt. Zum einen habe ich alle Passwörter neu gesetzt. Dies geht auch über SSH mittels „sudo openhabian-config„. Hier können die verschiedenen Passwörter neu gesetzt werden (Menü 30 → 34). Achtung Fehlerpotenzial: Die Passwörter müssen in dem Menü via Leertaste ausgewählt werden (hier gefunden).

Darüber hinaus habe ich mir zu Backups Gedanken gemacht. Ich will aktuell noch kein Komplett-Abbild der Karte erzeugen, weshalb ich mir erst einmal diesen Befehl herausgesucht habe: sudo /usr/share/openhab/runtime/bin/backup

Ist der Befehl ausgeführt, wird ein Backup in dem Ordner /var/lib/openhab/backups/ angelegt. Wie ich mit diesem umgehe, muss ich noch prüfen. Die Backups sind relativ klein und mal schauen, ob ich mir die einfach maile oder irgendwie in einem Git ablege. Finde die Lösung aktuell schlank genug, anstatt dauerhaft ein Kartenlesegerät mit zweiter Karte im USB-Port zu platzieren.

Das neue Plätzchen des Raspberry Pi: Direkt am Router

Fazit

Erneut sind 2-3 Stunden ins Land gegangen, um mich sowohl mit dem openHABian Betriebssystem, als auch mit dem Raspberry auseinander zu setzen. Alles sehr spannt und es sind im Netz viele Informationen dies bzgl. zu finden. Jetzt wo alles läuft, werde ich im nächsten Beitrag zu meinen ersten Erfahrungen zu openHAB selbst etwas schreiben (Bindings, Rules etc.). Bis dann…

Tim Lochmüller Autor
Name: Tim Lochmüller
Webseite: http://typo3blogger.de
Posts: 262 Posts

4 Kommentare »

  • Benni
    Benni sagt:

    Meine erste Recherche hat mir grade auf die Schnelle nicht die richtige Antwort gebracht aber kann man die Hue Birnen nicht auch direkt per Zigbee Stick (Conbee2) ansteuern?
    Das könnte ja ggf. beim Sachen Stromsparen, wenn nicht die Hue Bridge 24h als zusätzlicher Verbraucher laufen muss.
    So könnten dann doch theoretisch auch Zigbee-Steckdosen anderer Hersteller als Repeater fungieren.

  • Tim Lochmüller
    Tim Lochmüller (Autor) sagt:

    Good point. Werde ich auch mal prüfen. Mache gerade eine Bestandsaufnahme und schaue welche Bindings ich alle brauchen und auch, wie ich z.B. Türklingel und 1-2 Analogschalter noch Smart bekomme (vermutlich via Shelly Uni). Im Anschluss drehe ich nochmals ne Runde mit Stromfressern und sortiere die dann aus.

  • Wolf Kroenert
    Wolf Kroenert sagt:

    Hallo
    Wenn du ein NAS Laufwerk in deinem Netzwerk hast, könntest du den Backup Ordner vom Raspi per nfs auf dein NAS automatisch kopieren. Dadurch wird jedes Backup direkt gesichert.
    Schöne Grüsse Wolf

  • Tim Lochmüller
    Tim Lochmüller (Autor) sagt:

    Hey Wolf, Danke für die Info. Ich habe ein NAS, dies ist aber nicht dauerhaft im Netz. Die Idee ist aber gut. Könnte auch einen USB Stick in die Fritzbox stecken, welchen ich als Netzlaufwerk freigebe und das Backup dort hinschiebe. Danke für den Tipp. Grüße, Tim

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