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Phlat Ball – Strandspiel

8 August 2010, 9.155x angezeigt, Kein Kommentar
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Der Phlat Ball in Aktion

Der Phlat Ball in Aktion

Auf der Suche nach einem Spiel zum zeitvertreiben im Urlaub bin ich auf dieses etwas eigenartige Strandspielzeug gestoßen. Die Verpackung sah – gespickt mit vielen Spieletipps und einer bunten Aufmachung – sehr ansprechend aus; wenn auch eigentlich für Kinder gedacht, war ich überzeugt, dass mir dieses Spielzeug viel Spaß bereiten wird.

Der Phlat-Ball (Bei Amazon kaufen)an sich wird in der Verpackung in der Frisbee-Form geliefert: Er ist in der Verpackung verschnürt und wird so in Form gehalten. Ein Warnhinweis auf der Verpackung warnt davor, dass der Ball einem beim auspacken entgegenspringen könnte. Sowieso ist es anfangs ein gespannt-„erschreckend“-komisches Erlebnis, wenn man die ersten Male den Ball zusammen drückt und darauf wartet, dass er zum ungefähr handballgroßen Ball hoch ploppt.

Zum Aufbau: Der Ball an sich ist in sechs Teile gegliedert, welche sich beim aufploppen der Frisbee aufstellen und den Ball formen. Möglich wird dies durch ein Zugsystem in jedem der sechs Glieder des Balles und durch zwei Saugnäpfe in der Mitte. Eben diese Saugnäpfe sorgen für den Überraschungsmoment, denn diese halten den Phlat-Ball in der Frisbee-Form und bestimmt so – wenn die Saugnäpfe nicht mehr an einander halten können – wann der Ball zufällig aufploppt.

Zur Praxis: Wie vorhin schon angesprochen enthält die einfache Verpackung viele Spieletipps aber auch Hinweise zum Gebrauch des Spaßgerätes. So braucht der Ball eine Aufwärmphase: entweder 30 Sekunden unter warmes Wasser halten oder eine Viertelstunde in die Sonne legen. Dies soll das Schaumstoffmaterial des Balles geschmeidiger und weicher machen, damit die Funktion des Aufploppens besser und schneller funktioniert. Leider muss ich sagen, dass beide Methoden in meinen Tests nicht wirkliche eine Steigerung der „Plopp-Performance“ gebracht haben und es somit sehr lange brauchte – einige male hin und her werfen – bis die gewünschte Handlung irgendwann plötzlich von statten ging. Dabei tritt dann schon das nächste Problem auf: denn werfen wie eine Frisbee ist mit dem Phlat-Ball eigentlich nicht wirklich möglich, da er durch seine Form erstens schwierig zu werfen und zu fangen ist und sich seine Flugbahn bei fast jedem Wurf von der anfänglich waagerechten Position in eine senkrechte Flugposition wechselt. Daraus resultiert zwangsläufig, dass man den Ball da fängt, wo er meiner Meinung nach nicht gefangen werden sollte: In der Mitte der Frisbee – dort, wo die Saugnäpfe sitzen. Denn durch Fangen mit zwei Händen an der Mitte drückt man automatisch die Saugnäpfe wieder zusammen und verlängert so ungewollte die Aufplopp-Zeit. Diese Tatsache ist leider kontraproduktiv zu den auf der Verpackung vorgeschlagenen Mehrspielerspielen, in denen diese Zeit die Spielzüge reguliert.

Der Phlat Ball

Der Phlat Ball

Fazit: Nachdem ich neulich nach ca. acht Jahren dazu übergegangen bin, einen Nachfolger für meinen ramponierten Nerf Vortex zu kaufen und mit der Neuauflage auch sehr zufrieden bin muss ich sagen, ist der Kauf des Phlat-Ball in der großen XL-Version eine Enttäuschung. Denn dafür, dass er mit zu dem Zeitpunkt 11,99 Euro, zwei Euro teurer ist als der Nerf Vortex, bietet er für mich nur mehr Spaß auf dem Papier. Denn obwohl der Ball eine super Idee ist, bleibt es bei eben dieser IDEE. Denn ich konnte während meines Tests leider nichts vom angepriesenen Spielspaß merken, da das System irgendwie nicht so funktioniert, wie es die Verpackung und die Werbung suggeriert.

Mein Tipp: Wer von dem Pfeifen des Vortex nicht „generft“ wird und sich für Wurf- und Fangspass zu einem fairen Preis Interessiert, sollte zum spaßigen und ausgereiften – wenn auch nicht mehr so innovativen – Produkt, dem Nerf Vortex greifen. Schade um die Innovation des Phlat-Ball, aber ungetrübter Spielspaß sieht anders aus.

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Steven Heinze Autor
Name: Steven Heinze
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