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Mo-Bo / Motorized Boards

1 Oktober 2011, 117.537x angezeigt, 5 Kommentare
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MO-BO - Das Original

MO-BO - Das Original

Seit ein paar Wochen fahre ich nun die rasante Mischung aus Skateboard und Snowboard: das Mo-Bo 800. „Carven“ und lange Kurven wie auf dem Schnee, nur ohne das weiße Pulver und Frostbeulen. Das motorisierte Vehikel von Mo-Bo verhilft einem dazu, dass man ohne größere Anstrengung an die frische Luft kommt und die ein oder andere Strecke fix zurücklegen kann. Aber fangen wir doch erst einmal vorne an…

Die ersten Stunden…
Ich habe das MO-BO MB 800 All-Terrain mit Channel Trucks direkt bei den Jungs von Meilenstiefel.de aus Bünde abgeholt. Informationen über den passenden Reifendruck, die Aufladekapazitäten des Boards und die verschiednen Geschwindigkeitsstufen gab es gleich beim Kauf dazu. Wie sich raus stellte war der Hinweis sehr sinnvoll, weil in der Anleitung steht, dass das Board noch aufgeladen werden muss.

MO-BO von vorne

MO-BO von vorne

Erwartungsvoll habe ich das große Paket im Keller in seine Einzelteile zerlegt. Nachdem Folien und Styropor beseitigt waren, war der Blick auf das schwarze Mo-Bo 800 frei. Mit 118 Zentimeter Länge und über einen halben Meter breite, stellt das massige Board sogar das ATB in den Schatten. Neben dem Board gibt es noch einiges an mitgelieferten Zusätzen. Die Fernbedienung um auf dem Board fahren zu können, die Betriebsanleitung (unbedingt lesen), das Ladekabel und eine kleine Werkzeugtasche damit alle Schrauben am Mo-Bo nachgezogen werden können. Aufgrund des schlechten Wetters ging es jedoch nicht gleich ins Freie…

MO-BO Fernbedienung

MO-BO Fernbedienung

Zwei Tage später…
Wie in der Anleitung beschrieben, habe ich nochmals alle Schrauben geprüft, sodass der erste Ausflug auf dem elektrischen Skateboard nicht in einem Desaster endete. Auf den ersten Metern hieß es „langsam auf dem Asphalt testen was mich hier erwartet“. Das Board ist extrem Steif und lässt sich schwer lenken. Verlässt man die Straße und fährt auf unbefestigten Wegen, merkt man schnell das der „langsame“ Modus nicht genug Power hat um richtig vorwärts zu kommen. Innerhalb von 20 Minuten habe ich somit auf „mittel“ umgestellt. Spätestens jetzt herrscht Helmpflicht! Nach der Anfangsphase konnte ich in diesem Modus mehrere Tage hintereinander ca. 30-40km zurück legen und ein gutes Gefühl für das Board entwickeln. Es macht einfach nur mega Spaß.

MO-BO Motor am Hinterrad

MO-BO Motor am Hinterrad

Das Fahrgefühl ist der Hammer. Ich bin zwar kein Snowboarder, allerdings bin ich schon diverse andere Boards gefahren. Das Board ist durch sein hohes Eigengewicht  sehr stabil und Kurven lassen sich hiermit super fahren (nachdem es eingefahren ist). Später ist es auch möglich, mit diesem Board zu „Carven“. Das Griptape hat sehr viel Griff (habe mir beim auspacken den Finger an dem Griptape aufgeschnitten :)), sodass man mit dem Fuß auf dieser Oberfläche nicht rutscht. Die Lenkung war nach wenigen Fahrten so weich, dass man auch mit wenig Körpermasse einwandfrei lenken konnte. Die Beschleunigung ist angemessen.  Man schafft es das Board in ca. 4 Sekunden auf 30km/h Höhstgeschwindigkeit zu bringen. Schneller zu fahren bzw. zu beschleunigen macht wenig Sinn, da man mit dem Körper dementsprechend mitkommen muss ;) Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, wobei ich mittlerweile dennoch einen Fahrrad-Sommer-Handschuh trage. Die Bremse funktioniert einwandfrei, jedoch ist sie sehr laut. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es keine Scheibenbremsen oder dergleichen gibt, sondern der Motor selbst bremst.

Seitenaufnahme

Seitenaufnahme

Kritik
Das Board macht super viel Spaß. Negativ aufgefallen ist mir, dass das Board einen sehr starken und unangenehmen Geruch entwickelt. Anfangs dachte ich, es wären die Reifen. Inzwischen vermute ich jedoch, dass es die Batterie ist. Der zweite Kritikpunkt sind die Reifen. Der Antrieb (auch die Bremse) geht zu lasten eines einzigen Reifens. Aus meiner Sicht nutzt sich dieser Reifen sehr schnell ab und muss nach nur ca. 60-80km gewechselt werden. Ob ich die Reifen dann, wie von Inline Skates bekannt, einmal im Kreis tauschen kann weiß ich noch nicht. Eine mögliche Alternative ist es, für ca. 15€ einen Ersatzreifen zu kaufen. Letzter Kritikpunkt ist das so genannte „wobbeln“ (das Wackeln der Vorderachse), was bei hohen Geschwindigkeiten eintritt. Dies sei aber, so wie ich in Foren erfahren habe, normal und mit einem etwas kruvigerem Fahrstiel kein Problem :)

Fazit
Nach den ersten Fahrten will man von dem Board gar nicht mehr runter. Der Spaß stellt die Kritikpunkte mit dem Sportgerät weit in den Schatten. Ohne große Anstrengung kommt man in den Genuss vom Snowboarden oder Wakeboarden – und das im Sommer. Frei nach dem Motto „Musik in die Ohren und ab in den Sonnenuntergang fahren“, habe ich diesen Spaß in den letzten Tagen genossen. Ich kann jedem der gerne auf Boards fährt nur empfehlen, dieses Board zu testen. ACHTUNG SUCHTGEFAHR! Weitere Informationen zu dem Mo-Bo 800, aber auch über andere Modelle gibt es u.a. bei den Jungs von meilenstiefel.de.

Es handelt sich bei dem Mo-Bo 800 um ein Extrem-/Funsportgerät. Ohne eine ausführliche Einweisung oder einen Lernprozess, sollte man das Board keinem im „mittel“- oder „schnell“-Modus überlassen. Schutzkleidung ist Pflicht.

MO-BO 800 - Auf dem Kiesweg macht es am meisten Spaß

MO-BO 800 - Auf dem Kiesweg macht es am meisten Spaß

Hier noch ein paar Eindrücke…


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Tim Lochmüller Autor
Name: Tim Lochmüller
Webseite: http://typo3blogger.de
Posts: 204 Posts

5 Kommentare »

  • julian k.
    julian k. sagt:

    Cooles Teil.

  • Mo-Bo Reifenwechsel | 360°Friends
    Mo-Bo Reifenwechsel | 360°Friends sagt:

    […] den letzten Wochen musste ich gleich mehrfach die Reifen des Mo-Bo wechseln. Da die Reifen nach ca. 150km deutlich abgenutzt sind, wird der ein oder andere […]

  • Rollei Bullet S5 im Test | 360°Friends
    Rollei Bullet S5 im Test | 360°Friends sagt:

    […] Ich konnte die Cam jetzt (der Extender wirkt wunder) super beim Ski benutzen, aber auch bei Mo-Bo oder ATB Fahrten werde ich mal auf den Extender zurückgreifen. Die weiteren Halterungssysteme, wie […]

  • Rüdiger
    Rüdiger sagt:

    Hi ich habe ein mo-Bord (gebraucht) von meinen Chef bekommen.
    24 std . geladen , gut led leuchtet u. nach 3 sek wieder aus .
    fernbienung piept ein mal u. nicht tut sich kannst du helfen .
    mit einen tip ?

  • Tim Lochmüller
    Tim Lochmüller (Autor) sagt:

    Das die Fernbedienung einmal piept beim einschalten ist richtig. Wenn etwas mit der nicht stimmt (z.B. Akku leer) piept die FB in einem intervall zwischendurch nochmals. Das das Board direkt leer ist, klingt nicht gut. Vielleicht mal Chef fragen…. den Akku sollte man z.B. einmal alle 1-2 Monate voll machen, sodass dieser sich nicht tiefenentlädt. Wenn das Board nen Jahr im Keller Stand, ist der Akku vielleicht nun hin. Mal beim Hersteller fragen ob es den als „Ersatzteil“ gibt.. siehe z.B. hier: http://mo-bo.de/product_info.php?info=p37_akku-set-fuer-mb-800.html

    Grüße,
    Tim

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