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Das Zettelspiel – ein selbstgemachtes Partyspiel

30 November 2014, 6.922x angezeigt, Ein Kommentar
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Winterzeit, Spielezeit

Zettelspiel Material

Zettelspiel Material

Jetzt, wo die Tage kürzer und vor allem kälter werden zieht es viele nicht mehr so viel nach draußen und die Spiele werden wieder aus den Schränken gekramt. Oft kommt aber dann doch nur die abgegriffene Spielesammlung, das verrückte Labyrinth, Monopoly und die Siedler von Catan zum Vorschein. :-)

Das folgende Spiel ist eigentlich überall spielbar, schnell erklärt und eignet sich für jeden, der Spaß an lauten, lustigen Partyspielen hat.  Beschreiben kann man das Spiel am besten als eine Abwandelung von Tabu – aber eben eine, die den bekannten Spieleklassiker deutlich abwechslungsreicher macht.

Benötigtes „Material“

  • mindestens 3 Spieler, je mehr desto besser! Aber
  • (eine Schere)
  • Zettel (Notizblock oder Papier, mit Hilfe der Schere in gleichgroße Teile zerschneiden)
  • Stifte (idealerweise gut schreibende Kugelschreiber und einen pro Mitspieler)
  • eine große Schüssel
  • Eieruhr am besten digital oder ein Handy mit Timer-Funktion

Vorbereitung

Jeder Spieler erhält einen Stift und mindestens 5 Zettel (wir nehmen meistens 7 Zettel pro Person). Je mehr Zettel, desto länger dauert die Vorbereitung und das Spiel. Jeder schreibt nun groß und deutlich lesbar einen Begriff auf jeden Zettel. Hierbei sind der Phantasie theoretisch keine Grenzen gesetzt, dennoch sollte man sich darauf einigen was für Begriffe genommen werden, z.B. nur Nomen/Personen/Musiker, so kann man dem Spiel auch ein Thema geben (Nur Begriffe der Medizin), wir halten es in der Regel aber ganz allgemein, so dass keiner durch unterschiedliche Interessen benachteiligt ist.

Die Zettel werden 1-2 mal gefaltet (bitte alle gleich!) und kommen in die Schüssel, wo sie gut vermischt werden – jetzt kann es los gehen!

Spielprinzip, Punkte & Auswertung

Gespielt wird reihum im oder gegen den Uhrzeigersinn. Der Startspieler wird ausgelost (z.B. der, dessen Geburtstag als nächstes ist). Der Starspieler bekommt die Schüssel mit den Begriffen und hat nun eine Minute Zeit seinem Nachbarn so viele Begriffe wie möglich zu beschreiben. Sobald der Wecker ertönt oder die Sanduhr abgelaufen ist wird der Spieler unterbrochen und muss ggf. das angefangene Wort wieder zurück in die Schüssel geben. Der nächste Spieler ist an der Reihe.

Zettelspiel Punkte

Zettelspiel Punkte

Erratene Begriffe werden auf dem Tisch gesammelt und zwar in „Häufchen“ immer zwischen den beiden Spielenden (Erklärbär und Ratefuchs). So sammelt jeder Spieler im Laufe des Spiels zwei Häufchen zwischen sich und dem linken bzw. rechten Nachbarn. Addiert man die Zettel der jeweils gemeinsamen Punkte so erhält man seinen Endpunktestand für das Spiel.

Das Spiel besteht aus 3 Phasen + einer optionalen Bonus-Phase.

1. Phase: Erklären

In dieser Phase erklärt der Spieler seinem Nachbarn das Wort vom Zettel ohne das Wort oder Teile des Worts zu nennen (Wie bei Tabu). Sollte er dies aus Versehen einmal doch tun, so ist der faire Zettelspiel-Spieler so ehrlich den Zettel wieder in die Schüssel zu werfen und sich einen neuen Begriff zu ziehen.

Die erste Phase endet, sobald die Schüssel leer ist. Fairerweise könnte man dem aktuell spielenden Team die verbleibenden Sekunden für die nächste Phase gutschreiben, falls die Schüssel leer ist, und noch genug Zeit wäre um weitere Begriffe zu erklären.

2. Phase: Nochmal! Aber nur mit einem (1!) Wort

In dieser Phase werden die Begriffe wieder erklärt, allerdings hat man hier nur ein (1!) Wort um den Begriff zu erklären! Klingt schwierig? Ist es auch, man hat aber jeden Begriff in Phase 1 schon gehört, sodass ein gut gewähltes Wort auch schnell zum Erraten des gesuchten Begriffs führen kann.

Auch diese Phase endet, sobald die Schüssel leer ist – auch hier könnte den grade spielenden die übrige Zeit für die nächste Phase gutgeschrieben werden.

3. Phase: Pantomime

Zettelspiel in Aktion

Zettelspiel in Aktion

In der dritten Phase werden die Begriffe seinem Nachbarn nun pantomimisch erklärt, ob hierbei Gegenstände zur Hilfe genommen oder Geräusche gemacht werden dürfen wird vorab in der Gruppe entschieden. Da man die Begriffe nun schon zwei mal gehört hat ist dies in der Regel relativ gut und schnell machbar, es macht jedoch auch tierisch Spaß zuzusehen, wenn mal einer auf dem Schlauch steht.

Am Ende dieser Phase werden die gemeinsamen Häufchen gezählt und jeder Spieler errechnet seinen Endpunktestand welcher auf einem Blatt notiert wird.

4. Phase: Bonusrunde (optional)

Diese Phase ist optional, wir kamen erst kürzlich während des Spielens darauf, das mal zu testen – uns gefällt sie aber!

Am Ende, am besten nach der Auswertung, hat nochmal jeder Spieler die Chance den Sieg an sich zu reißen. Jeder bekommt jetzt ein leeres Blatt Papier und einen Stift und hat nochmal eine Minute Zeit (alternativ auch mehr) um so viele Begriffe wie möglich auf das Blatt zu schreiben, die ihm aus dem Spiel noch im Gedächtnis sind. Für jeden richtigen Begriff gibt es einen Punkt, für falsche Begriffe einen Minuspunkt.

Gibt es gar einen neuen Sieger?!

P.S. Wenn man dieses Spiel spielt sollte man sich vorher bewusst sein, dass der Spaß an erster Stelle kommt: die Regeln sind variabel auslegbar und das Spiel ist nicht zwingend ausgeglichen (nicht jeder kommt gleich oft in jeder Phase dran. Grundsätzlich können solche Bedingungen zu Streit führen, wenn beispielsweise schlechte Verlierer mitspielen. In solchen Fällen klärt im Vorfeld alle Regeln oder spielt lieber eine Runde „Mensch ärgere dich nicht“. ;-)

Änliche Spielprinzipe gibt es auch als „Kaufvariante“ unter dem Namen „Time’s Up“ und „Sag’s mir“ allerdings kann ich mir vorstellen, dass man die Begriffe irgendwann alle kennt und es dann schnell keinen Spaß mehr macht. Das Zettelspiel kann man zudem mit Begriffen zu speziellen Themengebieten immer wieder sehr individuell auf die Gruppe und die Laune anpassen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Das Zettelspiel
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Das Zettelspiel
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Das Zettelspiel ist eigentlich überall spielbar, schnell erklärt und eignet sich für jeden, der Spaß an lauten, lustigen Partyspielen hat. Beschreiben kann man es am besten als eine Abwandelung von Tabu - aber eben eine, die den bekannten Spieleklassiker deutlich abwechslungsreicher macht.
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Benni Autor
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Ein Kommentar »

  • Günstiger All Inclusive Urlaub | 360°Friends
    Günstiger All Inclusive Urlaub | 360°Friends sagt:

    […] sollte man auch dabei haben. Als Gruppenspiel für gemeinsamen Spielspaß kann ich jedem das Zettelspiel und die Werwölfe vom Düsterwald an’s Herz legen und wenn der Wind gut steht, kann man auch […]

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