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Blogs monetarisieren – Vom Tagebuch zum Goldesel?

6 November 2011, 11.315x angezeigt, 4 Kommentare
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Einen Blog monetarisieren?!

Einen Blog monetarisieren?!

Blogs sind eine feine Sache. Der Gedanke eines Online-Tagebuchs nichts neues. Millionen von Usern folgen dem Dasein eines Bloggers. Auch wenn es in der Blogosphäre, der Community der Blogger, verpönt ist Geld mit einem Blog zu verdienen (Monetarisierung), will ich euch aufzeigen, welche Möglichkeiten ein Blog bieten kann. Ob der Blog dann zum Goldesel wird liegt allein in eurer Hand. Oft gehört jedoch mehr dazu als zahlreiche der „Mit Blogs Geld verdienen“-Tutorials im Internet zu lesen… ;)

Wieso? – Die erste Frage die ich klären will ist das „Wieso“. Viele Blogs beginnen als Tagebuch und haben als primäres Ziel nicht die Gewinnbringungsabsicht. Doch wie jeder weiß, ist nichts umsonst und dies schließt den Betrieb eines Blogs mit ein. Domain- und Serverkosten müssen bezahlt werden, weshalb bei vielen der Gedanke kommt die ca. 30-50€/Jahr über den Blog einzunehmen, sodass sich das Projekt selbst trägt. Sind jedoch erst einmal die ersten Euros auf dem Konto, baut man die Monetarisierung gerne weiter aus.

Der zweite Typus von Bloggern ist der kommerzielle Blogger. Die Themen- bzw. Nischenblogs (manchmal auch mit angebunden Shop) zielen zumeist darauf ab, innerhalb von kurzer Zeit viele Einnahmen zu verzeichnen. Meistens sind solche Blogs von Unternehmen oder selbständigen Personen geführt. Das dann nicht für lau blogt wird, sollte jedem mit ein wenig wirtschaftlichen Verständnis klar sein. Sowohl der kommerzielle Blogger als auch der Freizeit Blogger erfreut sich an den Einnahmen. Fließt das Geld mittels Investitionen zurück in den Blog (neue Technologien und neue Funktionen), so haben die Besucher auch etwas davon.

Wann? – Eine entscheiden Frage ist, ab wann ein Blog zu monetarisieren ist? Gerade zu beginn eines Blogs ist es wichtig Besucherzahlen aufzubauen. Besucher lassen sich von Werbung, welche stört oder gar nervt, schnell verschrecken. Eine gewissen Besucherbasis sollte vorhanden sein, bevor mit Werbung begonnen wird. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Einnahmequelle selbst. Affiliatlinks nimmt man als Werbung nicht wahr, wohingegen der Banner deutlich mehr „stört“. Hinzu kommt, dass viele Möglichkeiten erst mit einem gewissen Traffic interessant werden. Manche Werbeportale prüfen den Blog händisch bzw. manuell. Wenn dieser noch „zu klein“ wirkt und nicht genug Traffic hat (z.B. Alexa Traffic) dann wird dieser gar nicht in das Werbeportal mit aufgenommen.

Meiner Meinung nach sollte man mit dem ersten Beitrag beginnen Werbung zu schalten und sicherstellen, dass die Werbung einen Mehrwert für den Besucher bietet und nicht nervt. Später, wenn eine große Anzahl von Besucher auf der Webseite unterwegs sind, dann können auch andere Einnahmequellen, wie Banner und Direktvermarktung starten.

Was? – Blog ist nicht gleich Blog. Es gibt viele Blog-Themen welche schon total überlaufen scheinen und doch kommen täglich weitere Blogs hinzu. Technik-Blogs, iPhone-Blogs etc. wären z.B. solche Bereiche. Um sich auf dem Blog-Markt zu differenzieren, muss der Blog eine klar definierte Nischenzielgruppe haben oder aber über andere Qualitäten verfügen, um sich von anderen Bloggern abzusetzen. Hier spielen Exklusivität und Schnelligkeit eine wichtige Rolle. Sowohl die reine Aggregation von anderen Blogs als auch das Schreiben über alte News, sind beides KEINE Erfolgsfaktoren, welche einen Blog auszeichnen.

In diesem „Was?“-Zusammenhang steht auch die Phrase „Content is King“. Übersetzt „Inhalt ist König“ besagt die Phrase, dass der Inhalt eines Blogs oder einer Webseite das Wichtigste ist, was die Seite auszeichnet. Bei einem qualitativ hochwertigem Inhalt, kann man sich zum einen in Suchmaschinen gut platzieren zum anderen aber auch leichter Backlinks von anderen Blogs bekommen. Win-Win ;)

Wie? – Im „Wie“ muss man nun die Entscheidung zwischen Seriosität, Geld und Besucherverlust/Absprungrate finden. Die einfachste Möglichkeit der Einnahmequelle sind Textlinks (Beispielanbieter: Backlinkseller, Teliad), Affiliate-Programme (Beispielanbieter: die meisten großen Shops wie z.B. Amazon oder Affiliateportale wie zanox.com oder affili.net) oder Google Adsense. In den beiden ersten Fällen ist die Werbefläche meistens nicht groß und kann passend in das Webdesign integriert werden. Google Adsense hat meiner Meinung nach eine unpassende Form. Vorteil der Google Werbung ist jedoch, dass diese kontextsensitiv ist und den Besucher vielleicht besser anspricht. Alle drei Varianten zeichnen sich durch relativ wenige Eigeninitiative aus. Die Optimierung reduziert sich in diesem Fall auf die Positionierung auf der Webseite.

Ein wenig mehr Eigeninitiative und auch Aufwand sind die Werbeformen Paid Blog Posts, Produkttests oder Direktvermarktung. Teilweise helfen hier auch Portale wie z.B. ebuzzing.de (ehemals Trigami) für Paid Bog Posts. Eine Menge Kommunikation geht aber ausschließlich über direkten Kundenkontakt. Gerade bei der Direktvermarktung ist es wichtig einen Kundenbestand aufzubauen auf den man zurückgreifen kann. Abrechnungen und auch Sicherheiten (Risiko) liegen nicht mehr bei einem Mittelsmann, sondern müssen selbst geplant und getragen werden. Vorteil: Natürlich spart man sich den Mittelsmann, weshalb vielleicht ein paar Euro mehr auf dem Konto landen.

Achtung: Pagepeel, Popup, Popunder, Overlays etc. sind alles Werbearten welche ich extrem störend finde und meinen Besuchern noch nicht geboten habe. Ob ihr diese einsetzt, müsst ihr selbst wissen…

Fazit
Ich hoffe ich konnte ein paar Tipps geben, welche bei der Monetarisierung helfen. Hast du selbst einen Blog oder eine Monetarisierungsgeschichte? Hast du Probleme die passenden Einnahmequellen zu finden? Schreib einfach einen Kommentar und ich helfe gerne weiter…

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Tim Lochmüller Autor
Name: Tim Lochmüller
Webseite: http://typo3blogger.de
Posts: 201 Posts

4 Kommentare »

  • Sweet girl
    Sweet girl sagt:

    Hast Du gut geschrieben, bist Du gelernter Journalist?

  • Timo
    Timo sagt:

    Wenn man seinen Blog mit Paid Blog Posts monetarisieren will, ist es auf jedenfall sinnvoll sich bei mehreren Anbietern anzumelden. So erhöht man auf jedenfall die Chance, mal eine Kampagne zu finden die für die eigenen Blog auch geeignet ist, wenn man nicht gerade mit einem Blog über Finanzen oder Reisen unterwegs ist (da gibt es verhältnismässig viele Gesuche und Kampagnen, aber auch viel Konkurrenz).

  • Tim Lochmüller
    Tim Lochmüller (Autor) sagt:

    @Sweet girl: Journalist bin ich nicht. Aber dennoch vielen Dank :)
    @Timo: Das stimmt. Bin selbst auch bei zwei Portalen, wobei ich finde das in letzter Zeit immer weniger brauchbare Angebote darüber kommen. Die Zeiten waren glaub ich schon einmal besser….

    Grüße,
    Tim

  • Flinke
    Flinke sagt:

    Toller Beitrag: Journalistisches Talent hast du auf jeden Fall :). Bloggen ist wie die Einsicht in das geheime Tagesbuch :)

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