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10 Fehler beim Newsletter Marketing

13 Januar 2012, 15.197x angezeigt, 2 Kommentare
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Amazon Newsletter (hell) im Thunderbird (ausgegraut)

Amazon Newsletter (hell) im Thunderbird (ausgegraut)

Jeder kennt sie! „Bis -60%: Rausverkauf Computer und Zubehör“ und „Schnäppchen nur für Heute“ sind einige der Titel der digitalen Nachrichten. Die Rede ist von Newslettern. Newsletter begleiten uns fast täglich im digitalen Briefkasten und sorgen manchmal für Freude und Spaß, aber auch allzu häufig für Abneigung und Entsetzen. Letzteres muss nicht daran liegen, das wir den Newsletter ungewollt bekommen haben. Oft sind die Informationen einfach so schlecht aufbereitet und dargestellt, dass man noch nicht einmal die Überschrift lesen möchte. Aus diesem Grund habe ich die Top 10 der Newsletter Marketing Fehler zusammengestellt, welche sehr häufig die Newsletter Empfänger verärgern. Gerne könnt ihr in den Kommentaren noch weitere Punkte ergänzen.

  1. Datenschutz bei der Anmeldung. Nichts ist nerviger als eine Anmeldung ohne Double-Opt-In bei der wahllos fremde User eingetragen werden können. Eine Anmeldung sollte stets über das Double-Opt-In Verfahren oder in einem Checkout-Prozess über eine nicht-vorselektierte Checkbox erfolgen. In Deutschland sind Abweichungen von diesen beiden Verfahren inzwischen fast nicht mehr möglich. Eine Anmeldung ohne das Double-Opt-In Verfahren ermöglicht einer Dritten Person, beliebige E-Mail Adressen in den Newsletter Verteiler aufzunehmen. Böse!
  2. Umständliche Abmeldung. Oft bekommt man Newsletter von denen man gar nicht mehr weiß das man sich angemeldet hat oder welche man nicht mehr bekommen möchte. Noch unerfreulicher ist es dann, wenn in dem Newsletter keine Möglichkeit der einfachen Abmeldung geschaffen wird, sodass der Abmeldeprozess für den User sehr aufwendig wird. Auf diese Art & Weise Abonnenten zu halten ist eine Sauerei und verärgert den Kunden. Deshalb sollte entweder ein Abmeldelink oder ein Hinweis wie „Antworten Sie auf den Newsletter mit ‚abmelden'“ in der E-Mail enthalten sein.
  3. Zu wenig oder keine weiteren Inhalte. Unprofessionelle Newsletter enthalten oft zu wenig Text und keine Links zu weiteren Informationen. Das Gegenteil – zu viele Inhalte – ist natürlich auch nicht richtig. Die Inhaltsmenge ist somit stark von der Zielgruppe abhängig. Meiner Meinung nach sollte ein Newsletter Neuigkeiten nur anteasern. Hinter zahlreichen Links (damit der Newsletter keine Sackgasse ist) sollte es dann weitere Informationen geben, welche zu dem Kontext des Newsletters passen. Nur so ist der User auch nach dem Klick zur Webseite noch bei der Sache und schließt die Seite nicht direkt wieder.
    Unter diesem Punkte ist auch die Aktualität der Inhalte zu verstehen. Wenn man einen Newsletter verschickt, welcher über Neuigkeiten berichtet ist es natürlich elementar wichtig, dass die Informationen nicht veraltet sind. Sonst würde man den Sinn der digitalen Nachricht verfehlen.
  4. Darstellungsfehler. Der Hinweis zur fehlerhaften Darstellung im Kopf eines HTML-Newsletters sollte nicht fehlen („Der Newsletter wird nicht richtig angezeigt? Klicken Sie hier um den Newsletter im Browser zu öffnen!“), jedoch sollte dennoch der Newsletter für allen gängigen Clients optimiert werden. Im deutschsprachigen Raum ist dies bestimmt GMX, Web.de, GoogleMail, Thunderbird und Outlook. Zusätzlich ist es am besten wenn der Newsletter sowohl HTML (Tabellen Layout) als auch TEXT enthält. Diese Variante, welche Multipart genannt wird, sorgt dafür, dass die Wahl des Formats beim User liegt und nicht explizit bei einer Anmeldung abgefragt werden muss. Je nach Zielgruppe kann auch ein reiner TEXT Newsletter Sinn haben. Dies ist gerade dann interessant, wenn die Information im Vordergrund steht (z.B. Pressemitteilungen).
  5. Kundendatenbank ungleich Newsletterempfänger. Oft schon gesehen und immer verhasst! Unternehmen welche schon lange im E-Business unterwegs sind, kommen auf die Idee einen Newsletter zu schicken und benutzen einfach die Kundenstammdaten ohne dass die Kunden einem Newsletter eingewilligt haben. Dieses Verhalten ist inakzeptable! Wenn wirklich auf eine „alte“ bzw. bestehende Datenbank zurückgegriffen wird, dann sollte die Double-Opt-In E-Mail hinterher geschickt werden, sodass der Benutzer auch die Möglichkeit des Widerspruchs hat.
  6. Reine Werbung. Viele Newsletter werden mit einem reinen Werbegedanken verschickt. Wenn dies der Fall ist, sollte man dies dem User auch vorher preis geben. Ein Beispiel ist Amazon: Wer sich dort registriert, weiß das er Werbung für Produkte bekommt. Die genaue Trennung sollte vorher klar dargestellt werden. Eine Möglichkeit der Transparenz in diesem Zusammenhang ist ein Newsletter Archiv, welches der Besucher vor der Newsletter Anmeldung einsehen kann.
  7. Anhänge. Es soll Personen geben, welche auf die Idee kommen einen Newsletter mit Anhängen zu verschicken. Große PDFs welche nicht nur den Empfang verzögern, sondern evtl. auch das ein oder andere E-Mail Postfach fluten. Warum in diesem Fall nicht einfach einen Link auf die Datei setzen, sodass der Benutzer selbst entscheiden kann, wann er sich die Datei herunterladen möchte?!
  8. Newsletter zu Breit. E-Mail Clients sind auf eine bestimmte Breite beschränkt, da viele Benutzer ein 3-Spalten-Layout in der E-Mail Software oder aber ein Web-Client benutzen, welcher durch Werbung den Inhaltsbereich sehr klein macht. Ähnlich wie bei Webseiten ist es ungewohnt auf der Horizontalen zu scrollen. Aus diesem Grund sollte ein Newsletter nicht breiter als ca. 600px sein, sodass dieser überall richtig dargestellt wird. (mehr Infos)
  9. Falscher Intervall. Der Intervall in dem ein Newsletter geschickt wird, sollte zur Zielgruppe passen oder sogar wählbar sein. Zudem sollte der Intervall nicht oft geändert werden. Ein Zeitraum von 1-4 Wochen sollte für einen Business-Newsletter die passende Wahl sein. Wenn es viele Neuigkeiten gibt (z.B. beim News aggregieren) dann kann der Intervall natürlich auch geringer sein. Zusätzlich sollte man sich ab einem gewissen Zeitpunkt gedanken über andere Technologien wie z.B. RSS machen.
  10. Empfangsbestätigung. Eine Empfangsbestätigung bei einem Newsletter zu verlangen ist nicht zu empfehlen. Der User muss separat Klicken und es bietet keinen direkten Mehrwert. Trackingpixel (natürlich Datenschutzkonform in den Datenschutzbestimmungen erwähnt) könnten selbige Aufgabe ebenfalls empfehlen. Fazit: Nicht machen!

Es gibt viele kostenlose und gratis Newsletter, jedoch gibt es auch bezahlte Newsletter. Bei bezahlten Newslettern gibt es ein paar andere Kriterien welche wichtig sind. Ihr könnt euch denken das die Qualität der Inhalte dann deutlich höher sein muss. Neben den oben genannten „No-Go“s gibt auch auch weiche Faktoren, welche ich als nicht als so wichtig einstufe (z.B. persönliche Anrede oder nicht). Welche schlechten (aber auch guten) Erfahrungen habt ihr mit Newslettern gemacht?

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Tim Lochmüller Autor
Name: Tim Lochmüller
Webseite: http://typo3blogger.de
Posts: 199 Posts

2 Kommentare »

  • Stephan
    Stephan sagt:

    Gute Tipps, besonders für diejenigen, die sich neu an das Thema „Newsletter-Marketing“ heran wagen. Eine Frage, die sich ebenfalls stellt, ist, ob man eine Software oder lieber einen Service nutzen möchte. Beides hat Vor- und Nachteile. Hier gibt’s eine kurze Gegenüberstellung beider Varianten: http://www.marketingfish.de/all/newsletter-marketing-software-vs-service-5746/

  • Tim Lochmüller
    Tim Lochmüller (Autor) sagt:

    Danke Stephan für die Ergänzung. Passender Artikel zum Topic! Ich glaube das werde ich auch nochmal aufgreifen. Ist ja auch ein sehr breit gefächertes Thema…

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